Parks & Gärten in Berlin (6) Das Tempelhofer Feld

Berlin besteht mit fast sieben Prozent der Fläche aus Gewässern und mit über achtzehn Prozent aus Wald. Hinzu kommen zahlreiche Parks, Grünanlagen, Landschafts- und Naturschutzgebiete. Auch die vielen Kleingärtner tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Berlin soll rund 2.500 Parks und Grünanlagen besitzen – eine Zahl, die selbst Einheimische überrascht. Würde man jeden Tag einen Park besuchen, bräuchte man fast sieben Jahre. Einige sind überregional bekannt: der Große Tiergarten mitten in der Stadt, das Tempelhofer Feld als riesige Freifläche oder der Treptower Park mit seiner Geschichte. Neben Erholung bieten die Anlagen auch Lebensraum für zahlreiche Wildtiere, die sich in der Stadt angesiedelt haben.

Das Tempelhofer Feld – Berlins grenzenlose Freiheit unter offenem Himmel

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof zeigt Berlin, was diese Stadt so besonders macht: ein ehemaliger Flughafen mitten in der Hauptstadt, heute eine riesige, offene Spielwiese und ein großes Erholungsgebiet mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten für alle – frei zugänglich. Wer Berlin besucht und verstehen möchte, wie die Stadt tickt, sollte diesen Ort unbedingt erleben.

Ein Meer aus Weite

Schon beim Betreten des Feldes spürt man die Dimension: über 300 Hektar Fläche, so weit, dass der Horizont plötzlich näher rückt. Die alten Start- und Landebahnen ziehen sich wie graue Bänder durch die Landschaft, flankiert von Wiesen, Wildblumen und weiten Himmeln. Es ist einer der wenigen Orte in Berlin, an dem man wirklich das Gefühl hat, die Stadt atmet.

Aktivitäten für jeden Geschmack

Das Tempelhofer Feld ist ein Magnet für alle, die sich bewegen wollen – oder einfach entspannen beim Radfahren & Skaten: Die ehemaligen Rollbahnen sind perfekt für lange, entspannte Runden.

Kitesurfen an Land: Ja, das gibt es wirklich. Die Weite des Tempelhofer Feldes macht es möglich.

Picknicken & Grillen: Auf den ausgewiesenen Flächen duftet es im Sommer nach Grillgut und guter Laune.

Urban Gardening: In den Gemeinschaftsgärten wie dem Allmende-Kontor wachsen Tomaten, Kräuter und kreative Ideen.

Vogelbeobachtung: Die Naturflächen bieten Lebensraum für seltene Arten – ein stiller Kontrast zum lebhaften Treiben.


Geschichte zum Anfassen

Das Tempelhofer Feld ist nicht nur Freizeitfläche, sondern auch ein Ort mit schwerer, vielschichtiger Vergangenheit:

Das Feld war einst ein Militärflughafen und später der Zentralflughafen in Berlin.

Der Flughafen war auch Schauplatz der Luftbrücke 1948/49, als die Alliierten West-Berlin aus der Luft versorgten.

Der Flughafen ist das Symbol für Freiheit, Wandel und die Fähigkeit Berlins, Orte neu zu denken.


Heute ist das Feld ein Beispiel dafür, wie aus einem historischen Ort ein lebendiger Raum für alle Berliner*innen und Besucher werden kann

Unvergessene Sonnenuntergänge, die bleiben

Wenn der Tag sich neigt, verwandelt sich das Tempelhofer Feld in eine Bühne für den Himmel. Die Sonnenuntergänge sind legendär – ein Farbspiel über den alten Hangars, das selbst Berlinerinnen und Berliner immer wieder aufs Feld zieht. Hier wird klar: Berlin kann auch romantisch sein.

Mehr als ein Park

Das Tempelhofer Feld ist mehr als ein Park. Es ist ein Gefühl. Freiheit, Gemeinschaft, Geschichte und Kreativität treffen hier aufeinander. Wer Berlin besucht, sollte sich Zeit nehmen, über die Rollbahn zu laufen, den Wind zu spüren und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Es ist einer dieser Orte, die man nicht nur sieht, sondern erlebt. Text: Klaus Tolkmitt

So findet man das Tempelhofer Feld

Auch interessant: Der große Tiergarten

Hier geht es zum Volkspark Wilmersdorf

Wo Industriekultur auf wilde Natur trifft

Kommentare