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Posts mit dem Label "Gräber" werden angezeigt.

Die letzte Ruhestätte von Manfred Krug

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Ein stiller Ort der Erinnerung.  Der Südwestkirchhof Stahnsdorf zählt zu den eindrucksvollsten Friedhofsanlagen Deutschlands. Nur wenige Kilometer südwestlich der Berliner Stadtgrenze gelegen, bietet er Besuchern seit seiner Eröffnung im Jahr 1909 einen einzigartigen Ort der Ruhe, Geschichte und Natur. Mit seinen 200 Hektar Fläche ist er nach dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf der zweitgrößte Friedhof des Landes – und für viele der schönste. Ein Friedhof wie ein Waldpark Der Südwestkirchhof ist weit mehr als ein klassischer Friedhof. Durch seinen alten Baumbestand wirkt er wie ein naturnaher Waldpark, in dem sich historische Grabstätten, Skulpturen und kleine Kunstwerke harmonisch in die Landschaft einfügen. Die Wege sind bewusst nicht überall akkurat gepflegt – ein Konzept, das dem Ort seinen besonderen Charme verleiht. Zwischen Bäumen und Sträuchern stößt man immer wieder auf zerbrochene Gedenktafeln, Putten oder kleine Pflastersteine, die an Verstorbene erinnern. Diese Mi...

Auf den Spuren von Heinrich Zille

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Ein Ausflug zum Südwestkirchhof Stahnsdorf . Wer Berlin und seine Geschichte liebt, sollte sich einen besonderen Ort nicht entgehen lassen: den Südwestkirchhof Stahnsdorf. Nur wenige Minuten hinter der Stadtgrenze liegt eine der beeindruckendsten Friedhofsanlagen Europas – ein stiller Wald, der Kultur, Natur und Geschichte miteinander verbindet. Ein Spaziergang durch Geschichte  Zwischen hohen Kiefern und verwunschenen Wegen entdeckt man Gräber berühmter Politiker, Musiker, Schriftsteller und Künstler. Einer von ihnen ist Heinrich Zille , das Berliner Original, das wie kein anderer das Leben der einfachen Leute festhielt. Zilles Grab – Ein Highlight für Berlin-Fans  Sein Grab gehört zu den meistbesuchten Orten des Friedhofs. Wer es finden möchte, kann die kostenlose Tour von lialo.com nutzen. Die Route „ Waldfriedhof Stahnsdorf – Prominente Endstation “ führt zu den spannendsten Persönlichkeiten und erzählt ihre Geschichten – perfekt für einen entspannten Wochenenda...

Berliner Originale - Die „Harfenjule“

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Luise Nordmann , die berühmte Straßenmusikantin. Berlin wäre ohne seine Originale kaum vorstellbar – so unvollständig wie eine Currywurst ohne Schrippe. Seit dem 19. Jahrhundert prägen Figuren wie Bimmel-Bolle, Krücke, Pinselheinrich, Mutter Lustig, der Hauptmann von Köpenick oder Eckensteher Nante das Stadtbild und verkörpern die berühmte „ Berliner Schnauze “. Sie waren laut, frech, eigenwillig – und machten das Berliner „Milljöh“ unverwechselbar. Zu diesen prägenden Persönlichkeiten gehört auch eine der bekanntesten Straßenmusikantinnen der Stadt: die Harfenjule . Wer war die Harfenjule? Die „Harfenjule“ war das Künstlerpseudonym von Luise Nordmann, einer blinden Straßensängerin, die im kaiserlichen Berlin zu einer lokalen Berühmtheit wurde. Geboren 1829 in Potsdam, kam sie blind zur Welt. Erst eine Operation durch den renommierten Augenarzt Albrecht von Graefe verschaffte ihr etwa 50 Prozent Sehkraft. Trotz eingeschränkter Sicht verfügte sie über eine außergewöhnliche S...

Berliner Originale – „Krücke“ war Stammgast im Sportpalast.

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Was wäre Berlin ohne seine Originale? Das wäre wie Currywurst ohne Schrippe – schlicht undenkbar! Schon im 19. und 20. Jahrhundert sorgten Figuren wie Bimmel-Bolle, Krücke, Pinselheinrich oder Mutter Lustig auf den Straßen der Stadt für die unverwechselbare „ Berliner Schnauze “. Sie waren laut, frech, manchmal schräg – aber immer ein Stück echtes Milljöh . Aber auch die Harfenjule , der Hauptmann von Köpenick, und Eckensteher Nante zählen zu den bekanntesten Berliner Originalen, die hier vorgestellt werden sollen. Nur wenige kennen „Krücke“ mit bürgerlichem Namen Nehmen wir Reinhold Franz Habisch , besser bekannt als „Krücke“. Ein Mann, der eigentlich Radrennstar werden wollte, aber nach einem Unfall mit der Straßenbahn auf Gehhilfen angewiesen war. Nur wenige Berliner*innen kennen „Krücke“ auch mit bürgerlichem Namen. Dabei zählt doch Reinhold Franz Habisch, der am 8. Januar 1889 am Strausberger Platz das Licht der Welt erblickte und einen Tag vor seinem 75. Geburtstag am...

Ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit

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Ein Spaziergang zu den „Promis“ auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Wenn sich im Herbst der Nebel über die Gräber legt, entfaltet der Südwestkirchhof in Stahnsdorf eine ganz besondere Mystik. Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer lohnt sich ein Besuch: Im farbenprächtigen Indian Summer, wenn die mächtigen Bäume ihr buntes Kleid tragen, oder im Winter, wenn Schnee die Landschaft in eine stille Ruhe taucht, wird der Friedhof zu einem eindrucksvollen Ort der Besinnung. Bei einem Rundgang begegnet man hier prominenten Politikern, Musikern, Schriftstellern, Dichtern und Filmemachern, die ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Friedhof, 1909 eröffnet und außerhalb der Berliner Stadtgrenzen gelegen, beeindruckt durch seine gewaltigen Ausmaße. Mit seiner Fläche gilt er nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg als der zweitgrößte Friedhof Deutschlands. Orientierung leicht gemacht Die Vielzahl der Gräber macht die Suche nach bekannten Persönlichkeiten zur Herausforderung. Abhilfe schaff...

Melli Beese – Deutschlands erste Flugpilotin

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Pionierin der Lüfte hat ein Ehrengrab in Schmargendorf. Amelie Hedwig Boutard-Beese , bekannt als Melli Beese , war eine Frau, die Geschichte schrieb: Am 13. September 1911 wurde sie die erste Frau in Deutschland, die eine Fluglizenz erhielt. Ihr Weg dorthin war geprägt von Leidenschaft, Mut und Widerstand gegen gesellschaftliche Konventionen. Geboren 1886 in Laubegast bei Dresden , entdeckte Beese früh ihre kreative und technische Begabung. Nach einem Bildhauerstudium in Stockholm und ersten Erfahrungen im Hochseesegeln entwickelte sie eine Faszination für die Luftfahrt. Zurück in Deutschland, besuchte sie Vorlesungen in Mathematik und Flugmechanik und suchte auf dem Flugplatz Johannisthal bei Berlin nach einem Fluglehrer – ein Unterfangen, das sich als schwierig erwies. Mehrfach wurde sie abgewiesen, bis Robert Thelen sie schließlich unterrichtete. Ein Meilenstein für Frauen in der Luftfahrt in der Doch auch danach blieb ihr Weg steinig. Sabotageversuche, Vorurteile und ...

Das wilde Lebend des Jan Erik Hanussen. Hellseher machte öffentlichkeitswirksame spektakuläre Vorhersagen.

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Stahnsdorf I Friedhöfe sind Orte der Ruhe und die Stille zwischen den hohen, alten Bäumen, den Mausoleen und Gräbern macht die Großstadt vergessen. Aber sie können auch unzählige spannende Geschichten erzählen, wie die von Hermann Steinschneider , besser bekannt unter seinem dänischen Namen Jan Erik Hanussen , der auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Um sein Grab zu finden, braucht man auf Deutschlands zweitgrößtem Friedhof einen Plan oder die App von lialo , auf der man mit seinem eigenen Smartphone einen Rundgang über den Friedhof machen kann und zu einigen bekannten „Promis“ geführt wird. Hier der Link zur Tour: Stahnsdorf Friedhof Südwestkirchhof Promi Führung Jan Erik Hanussen soll angeblich den Reichstagsbrand 1933 vorausgesagt haben. Er war trotz jüdischer Herkunft Sympathisant der Nazis und pflegte enge Kontakte zur SA. Ebenso unterstützte er in seinen astropolitischen Zeitungen den Aufstieg Hitlers. In diesem Zusammenhang mu...

Berlin mal anders

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Berlin entdecken abseits der bekannten Touristenpfade Berlin kann anstrengend sein, besonders dann, wenn man sich auf den ausgetretenen und meist überfüllten Touristenpfade bewegt. Wer sein Pflichtprogramm bereits absolviert hat oder einfach mal ausscheren möchte aus dem Besucherstrom, findet hier ausgewählte Geheimtipps: Aussicht ohne Schlange zu stehen : Der Panoramapunkt:   Am Potsdamer Platz 1 ragt der markante Kollhoff-Tower in den Himmel. Während man am Fernsehturm Schlange steht, muss der Besucher hier nicht lange warten, bis der schnellste Aufzug Europas ihn gegen eine Gebühr in nur 20 Sekunden auf 100 Meter Höhe befördert. Die Aussichtsplattform bietet grandiose Blicke und informiert mit einer Freiluftausstellung über die Geschichte des Potsdamer Platzes. Oasen der Stille: Berliner Friedhöfe Wer genug hat von der Großstadthektik, der kann einen der Berliner Friedhöfe besuchen. Dort findet man nicht nur Ruhe, sondern auch die Gräber zahlreicher Berühmtheiten. Die...

Der Promi-Friedhof am Olympiastadion

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Persönlichkeiten haben auf dem Waldfriedhof ihre Ruhe gefunden Der Friedhof Heerstraße (Waldfriedhof Heerstraße) gilt als einer der schönsten Friedhöfe Berlins . Mit 51 Ehrengrabstätten des Landes Berlin weist er mehr Ehrengräber als die Prominentenfriedhöfe Waldfriedhof Dahlem oder Waldfriedhof Zehlendorf auf. Viele bekannte Persönlichkeiten, u.a. Schriftsteller Joachim Ringelnatz , Schauspieler Horst Buchholz, Dietrich Fischer-Dieskau (Sänger, Dirigent und Schriftsteller), Schauspieler Vadim Glowna, Kabarettist ( Die Stachelschweine ) Wolfgang Gruner, Victor de Kowa (Schauspieler), Helmut „Fiffi“ Kronsbein (Fußball-Trainer bei Hertha BSC und Hannover 96), Günter Rexrodt, Politiker (FDP), Ulrich Roski (Liedermacher), Loriot, bürgerlich Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow, Gustav (Bubi) Scholz (Boxer), Carl Schuhmann (Sportler, Olympiasieger), Wolfgang Spier (Regisseur und Schauspieler), Grethe Weiser (Schauspielerin), Klausjürgen Wussow (Schauspieler), liegen auf dem landese...

Die Gründungsväter der Germanistik lebten in Berlin

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 Jacob und Wilhelm Grimm sammelten nicht nur Märchen Wer kennt sie nicht, die Märchensammlungen der Brüder Grimm. Mit ihren gesammelten Werken volkstümlicher Kinder- und Hausmärchen sind sie in die deutsche Geschichte eingegangen. Doch die Vita der Brüder, die aus einer Beamten- und Pastorenfamilie stammen und am 4. Januar 1785 bzw. 24. Februar 1786 in Hanau geboren wurden, zeigt noch eine andere Seite ihres Lebens. Die von Jacob und Wilhelm Grimm auf Veranlassung von Achim von Arnim und Clemens Brentano gesammelten Märchen entstanden nicht aus ihrer eigenen Fantasie, sondern wurden nach alten, vorwiegend mündlich überlieferten Geschichten von ihnen gesammelt und zusammengetragen und mehr oder minder stark überarbeitet. Eine ihrer wichtigsten Quellen waren die Märchen, die die aus hugenottischer Familie stammende Dorothea Viehmann den Brüdern erzählte. Sie waren ursprünglich nicht nur für Kinder gedacht, sondern entstanden vor allem aus volkskundlichem Interesse und erhie...

Der Dicke vom Alexanderplatz

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Ernst Gennat , ein Beamter der Berliner Kriminalpolizei . Der Grabstein auf dem Südwestfriedhof in Stahnsdorf ist schlicht gehalten und verrät nur den Namen und die Lebensjahre (1880 -1939). Dabei hat Ernst Gennat in Berlin Geschichte geschrieben. Geboren am 1. Januar 1880 als Sohn des Oberinspektors der Haftanstalt Plötzensee, in dessen Dienstwohnung er auch aufwuchs und so der späteren Kundschaft bereits denkbar nahe war. Früh bekam er Einblick in den Zusammenhang von sozialer Verelendung und Kriminalität. Das Jurastudium brach er ab, um gleich bei der Polizei anzufangen. Am 1. August 1905 wurde er zum Kriminalkommissar ernannt. Hier beginnt seine Karriere unter drei politischen Systemen. Schon zu Lebzeiten Legende und Original gleichermaßen, entsprach er dabei nicht dem klassischen Klischee des engstirnigen preußischen Beamten. Hinter seinem Rücken wurde er von seinen Kollegen freundlich oder auch hämisch „Buddha der Kriminalisten“ oder „Der volle Ernst“ genannt. Diese Spi...