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Spaziergang durch den Schillerkiez

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Vom großbürgerlichen Glanz zur urbanen Erneuerung. Berlin-Neukölln I Zwischen Columbiadamm , Tempelhofer Feld und Hermannstraße liegt ein Stück Berliner Geschichte, das sich leise, aber eindrucksvoll entfaltet: der Schillerkiez. Wer hier entlangschlendert, entdeckt nicht nur prachtvolle Altbauten und eine großzügige Promenade, sondern auch die Spuren eines Viertels, das einst für die „Besserverdienenden“ konzipiert wurde – und heute mitten im Wandel steckt. Ein Viertel mit Geschichte Der Schillerkiez entstand um 1900 auf ehemaligem Ackerland vor den Toren der damaligen Stadt Rixdorf (heute Neukölln). Ziel war es, ein gehobenes Wohnquartier zu schaffen – als Kontrast zur Arbeitersiedlung auf den Rollbergen . Und das gelang: Um 1905 galt der Kiez als schönste Wohngegend Rixdorfs. Platanengesäumte Gehwege, Blumenrondells, englischer Rasen und Parkbänke verliehen der Schillerpromenade ein fast mondänes Flair Die Architektur spricht bis heute Bände: prächtige Fassaden, breite Mitte...

Ein Paradies für die ganze Familie.

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Der Britzer Garten ist Naherholungsort für die Berliner . 1985 wurde er als Landschaftspark für die Bundesgartenschau(BUGA) angelegt, aber auch heute noch ist der Britzer Garten im Berliner Bezirk Neukölln , im Ortsteil Britz ein beliebter Naherholungsort für die Berliner. Um das BUGA-Gelände lagen bereits Dauergartenkolonien und Gärtnereien und die Britzer Mühle , eine funktionsfähige Holländer-Windmühle und so bot sich die 90 Hektar große Fläche geradezu an, Natur und Gartenkunst zu verbinden. Das Areal ist ein weitläufiges Fußgängerparadies, weil ganz bewusst Radfahrer, Inlineskater und Hunde nicht erlaubt sind. Die Planungen wurden von den freien Garten- und Landschaftsarchitekten Wolfgang Miller und Georg Penker getragen. Beteiligt waren die Garten- und Landschaftsarchitekten Jürgen Dirk Zilling , Jasper Halfmann und Klaus Zillich , von denen die mit 99 Metern Durchmesser größte Sonnenuhr Europas geplant wurde. Die Geografie mit Seen und Erhebungen ist künstlich angel...

Schloss Britz - Die Perle des Bezirks

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Ehemaliges Herrenhaus ist jetzt ein Ort kultureller Veranstaltungen. Das Schloss Britz ist das ehemalige Herrenhaus auf dem historischen Rittergut des ehemaligen Dorfes Britz im gleichnamigen Ortsteil von Berlin im Bezirk Neukölln. Es ist heute Sitz der Kulturstiftung Schloss Britz und beherbergt in den originalgetreu rekonstruierten Räumlichkeiten des 19. Jahrhunderts ein Museum für die Wohnkultur der Gründerzeit und bietet Platz für wechselnde Sonderausstellungen, Lesungen und Konzerte. Der rund 300 Jahre alte Gutspark zeichnet sich durch seinen alten Baumbestand und ein verschlungenes Wegenetz von 1890 aus. Das Schloss ist ein geschütztes Kulturgut und wird zu Recht die „Perle des Bezirks“ genannt. Es erhielt seine heutige Gestalt um 1880, als der damalige Besitzer die Fassade im Neorenaissance-Stil erneuern ließ und einen Turm hinzufügte. Seine Blütezeit erlebte Schloss Britz unter Ewald Friedrich Graf von Hertzberg (1725-1795), der das Anwesen zur Hochblüte führte und es als...

Das Reitergrab von Neukölln

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  Das Reitergrab aus dem Körnerpark Es gibt nur wenige bekannte Gräber aus der Zeit der Völkerwanderung im 5. und 6. Jahrhundert. Umso mehr ist das germanische „Reitergrab von Neukölln“ schon eine archäologische Seltenheit, als man es 1912 bei Erdarbeiten an der Jonas/Selckestraße in der damaligen Stadt Rixdorf gefunden hatte. Als der Körnerpark aus einer Kiesgrube entstehen sollte, entdeckte man in einer Gruft die Knochenreste eines Pferdes und eines männlichen Toten, sowie Teile seiner Ausrüstung, wie Beschläge eines Gürtels, Bronzenägel und ein Schwert. Das Zeugnis der Vergangenheit ist jetzt im Märkischen Museum in Berlin-Mitte ausgestellt. Text und Foto: Klaus Tolkmitt Foto Reitergrab: Anagoria