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Auf den Spuren von Heinrich Zille

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Ein Ausflug zum Südwestkirchhof Stahnsdorf . Wer Berlin und seine Geschichte liebt, sollte sich einen besonderen Ort nicht entgehen lassen: den Südwestkirchhof Stahnsdorf. Nur wenige Minuten hinter der Stadtgrenze liegt eine der beeindruckendsten Friedhofsanlagen Europas – ein stiller Wald, der Kultur, Natur und Geschichte miteinander verbindet. Ein Spaziergang durch Geschichte  Zwischen hohen Kiefern und verwunschenen Wegen entdeckt man Gräber berühmter Politiker, Musiker, Schriftsteller und Künstler. Einer von ihnen ist Heinrich Zille , das Berliner Original, das wie kein anderer das Leben der einfachen Leute festhielt. Zilles Grab – Ein Highlight für Berlin-Fans  Sein Grab gehört zu den meistbesuchten Orten des Friedhofs. Wer es finden möchte, kann die kostenlose Tour von lialo.com nutzen. Die Route „ Waldfriedhof Stahnsdorf – Prominente Endstation “ führt zu den spannendsten Persönlichkeiten und erzählt ihre Geschichten – perfekt für einen entspannten Wochenenda...

Ein Spaziergang durch die Geschichte Teil 3

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Entdecke Alt-Tempelhof : Von Graf Arco bis Rudi Dutschke. Alt ‑ Tempelhof gehört zu den geschichtsträchtigsten Ortsteilen Berlins. Bekannt ist der Stadtteil vor allem durch den ehemaligen Zentralflughafen Berlin ‑ Tempelhof, der bereits 1923 den Linienverkehr aufnahm und bis 2008 zu den drei internationalen Flughäfen im Großraum Berlin zählte. Doch Tempelhof ist weit mehr als ein Ort der Luftfahrtgeschichte. Ein Spaziergang durch Alt ‑ Tempelhof führt tief hinein in spannende historische Ereignisse, architektonische Besonderheiten und überraschende Persönlichkeiten. Rundgang durch Alt ‑ Tempelhof – Startpunkt Albrechtstra ße Eine ausführliche Tourbeschreibung – vom U ‑ Bahnhof Alt ‑ Tempelhof bis zum S ‑ Bahnhof Priesterweg – bietet die lialo ‑ App. „In Tempelhof steht ein Ochse aus Berlin“. Sie lässt sich problemlos mit dem Smartphone öffnen. Dies ist Teil 3 der Tour, die in der Albrechtstraße 48 beginnt, wo eine Gedenktafel an den bedeutenden Physiker und Elektroingenieu...

Naturpark Südgelände Berlin: Wo Industriekultur auf wilde Natur trifft

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Ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben scheint. Ein Spaziergang durch den Naturpark Südgelände am S-Bahnhof Priesterweg in Berlin-Schöneberg fühlt sich an, als sei die Zeit eingefroren. Zwischen rostigen Relikten der Dampflokära und einer beeindruckenden Naturvielfalt entfaltet sich ein einzigartiges Zusammenspiel aus Geschichte und Wildnis. Die heutige Naturlandschaft konnte erst entstehen, nachdem der Rangierbahnhof Tempelhof  1952 seinen Betrieb einstellte. Bis dahin prägten täglich dampfende Lokomotiven das Gelände und hüllten es in Rauch und Ruß. Wie die Natur das Südgelände zurückeroberte Nach der Stilllegung begann die Natur, das Areal Stück für Stück zurückzugewinnen. Aus der einstigen Bahnbrachenlandschaft entwickelten sich: * artenreiche Trockenrasen , *üppige Hochstaudenfluren, *ein dichter, urwüchsiger Wald, der ohne menschlichen Einfluss entstand. 1999 wurden große Teile des Gebiets zum Landschafts- und Naturschutzgebiet erklärt. Seitdem haben sich ...

Parks & Gärten in Berlin

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Eine Reise durch das grüne Berlin. Berlin ist eine Stadt mit viel Wasser und Grün. Fast sieben Prozent der Fläche bestehen aus Gewässern, über achtzehn Prozent aus Wald. Hinzu kommen zahlreiche Parks, Grünanlagen, Landschafts- und Naturschutzgebiete. Auch die vielen Kleingärtner tragen mit Obstbäumen, Gemüse und Blumen zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Besonders prägend sind die Straßenbäume: Rund 440.000 stehen in Berlin, vor allem Linden, Ahorn und Eichen, daneben Kastanien und Platanen. Grünste Stadt Europas? Ob Berlin die grünste Stadt Europas ist, bleibt umstritten. Oslo, Stockholm oder Bristol beanspruchen ähnliche Titel. In Deutschland lag Potsdam 2019 mit 33 Quadratmetern Grünfläche pro Einwohner vorn. Doch Berlinerinnen und Berliner lassen sich davon kaum beeindrucken – wer durch den Grunewald oder am Müggelsee spaziert oder die Weite des Tempelhofer Feldes erlebt, weiß um die besondere Qualität des Berliner Stadtgrüns. Vielfalt der Parks Berlin soll rund 2.500...

Ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit

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Ein Spaziergang zu den „Promis“ auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Wenn sich im Herbst der Nebel über die Gräber legt, entfaltet der Südwestkirchhof in Stahnsdorf eine ganz besondere Mystik. Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer lohnt sich ein Besuch: Im farbenprächtigen Indian Summer, wenn die mächtigen Bäume ihr buntes Kleid tragen, oder im Winter, wenn Schnee die Landschaft in eine stille Ruhe taucht, wird der Friedhof zu einem eindrucksvollen Ort der Besinnung. Bei einem Rundgang begegnet man hier prominenten Politikern, Musikern, Schriftstellern, Dichtern und Filmemachern, die ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Friedhof, 1909 eröffnet und außerhalb der Berliner Stadtgrenzen gelegen, beeindruckt durch seine gewaltigen Ausmaße. Mit seiner Fläche gilt er nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg als der zweitgrößte Friedhof Deutschlands. Orientierung leicht gemacht Die Vielzahl der Gräber macht die Suche nach bekannten Persönlichkeiten zur Herausforderung. Abhilfe schaff...

Ein Spaziergang durch die Geschichte Teil 2

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Entdecke Alt-Tempelhof : Von der Eiszeit zur Funkzeit. Tempelhof zählt zu den bekanntesten Berliner Ortsteilen. Der ehemalige Zentralflughafen Berlin-Tempelhof war neben Johannisthal und Staaken einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm bereits 1923 den Linienverkehr auf. Bis zu seiner Schließung am 30. Oktober 2008 gehörte er zusammen mit Tegel und Schönefeld zu den drei internationalen Flughäfen im Großraum Berlin. Doch Tempelhof ist weit mehr als nur ein Ort der Luftfahrtgeschichte – ein Spaziergang durch Alt-Tempelhof eröffnet spannende Einblicke in die Vergangenheit. Rundgang durch Alt-Tempelhof Dies ist Teil 2 von einem Rundgang, der im Lehnepark am Klarensee beginnt, der ein Relikt aus der Eiszeit ist und im 1. Teil des Rundgangs beschrieben wird. Eine ausführliche Beschreibung der gesamten Tour, die bis zum S-Bahnhof Priesterweg führt, hält die App von lialo bereit. Sie lässt sich problemlos mit dem Smartphone öffnen. Hier der Link zur Tour: „...

Berliner Originale - Von Bimmel-Bolle bis Mutter Lustig

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Was wäre Berlin ohne seine Originale?  Das wäre wie Currywurst ohne Schrippe – schlicht undenkbar! Schon im 19. und 20. Jahrhundert sorgten Figuren wie Bimmel-Bolle , Krücke , Pinselheinrich oder Mutter Lustig auf den Straßen der Stadt für die unverwechselbare „ Berliner Schnauze “. Sie waren laut, frech, manchmal schräg – aber immer ein Stück echtes Milljöh. Aber auch die Harfenjule , der Hauptmann von Köpenick und Eckensteher Nante zählen zu den bekanntesten Berliner Originalen, die hier vorgestellt werden. Wenn Bolle bimmelt, hört ganz Berlin zu Die meisten Protagonisten kamen eher aus ärmlichen Verhältnissen, Carl Andreas Julius Bolle , besser bekannt als Bimmel-Bolle, war ein erfolgreicher Unternehmer.   Während andere mit flotten Sprüchen über die Runden kamen, baute er ab 1879 ein echtes Milch-Imperium auf. Seine Kühe grasten am Lützowufer und die Milch wurde zunächst in einer Milchbar verkauft. Doch bald zogen Bolle-Mädchen mit Handwagen und Kannen durch die S...

Den Politikern „aufs Dach steigen“

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Die Reichstagskuppel verbindet Geschichte und Moderne. Die Glaskuppel auf dem Reichstagsgebäude ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Sie verbindet moderne Architektur mit politischer Symbolik und zieht jährlich Millionen Besucher an. Entworfen wurde die Kuppel vom britischen Architekten Sir Norman Foster , der mit seinem Konzept die Idee von Transparenz und Bürgernähe in der Demokratie sichtbar machen wollte. Die Kuppel besteht aus etwa 3.000 Glasplatten und erhebt sich rund 23 Meter über dem Dach des Reichstags und misst etwa 40 Meter im Durchmesser. Ihr Inneres wird von einem imposanten Spiegelkonus geprägt, der Tageslicht in den Plenarsaal lenkt und zugleich die Luftzirkulation unterstützt. Damit ist die Konstruktion nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern auch ein Beispiel für nachhaltige Architektur . Ein beweglicher Sonnenschutz verhindert Blendung und sorgt für angenehme Temperaturen. 360-Grad-Blick über Berlin und direkte Sicht in den Plenarsa...

Spaziergang durch den Schillerkiez

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Vom großbürgerlichen Glanz zur urbanen Erneuerung. Berlin-Neukölln I Zwischen Columbiadamm , Tempelhofer Feld und Hermannstraße liegt ein Stück Berliner Geschichte, das sich leise, aber eindrucksvoll entfaltet: der Schillerkiez. Wer hier entlangschlendert, entdeckt nicht nur prachtvolle Altbauten und eine großzügige Promenade, sondern auch die Spuren eines Viertels, das einst für die „Besserverdienenden“ konzipiert wurde – und heute mitten im Wandel steckt. Ein Viertel mit Geschichte Der Schillerkiez entstand um 1900 auf ehemaligem Ackerland vor den Toren der damaligen Stadt Rixdorf (heute Neukölln). Ziel war es, ein gehobenes Wohnquartier zu schaffen – als Kontrast zur Arbeitersiedlung auf den Rollbergen . Und das gelang: Um 1905 galt der Kiez als schönste Wohngegend Rixdorfs. Platanengesäumte Gehwege, Blumenrondells, englischer Rasen und Parkbänke verliehen der Schillerpromenade ein fast mondänes Flair Die Architektur spricht bis heute Bände: prächtige Fassaden, breite Mitte...

Hinter Mauern der Macht

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Das „Städtchen“ im Majakowskiring Berlin-Pankow I Wer heute durch den Majakowskiring im Ortsteil Niederschönhausen spaziert, ahnt kaum, dass sich hinter den Gründerzeitvillen einst das Herz der DDR-Machtelite verbarg. Das abgeschirmte Wohnviertel war jahrzehntelang das Zuhause der höchsten Funktionäre der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ein Ort, der Geschichte atmet – und bis heute seine reservierte Eleganz bewahrt hat. Vom Industriellenviertel zur Polit-Enklave Nach dem Zweiten Weltkrieg erklärte die sowjetische Besatzungsmacht das Gebiet rund um den Majakowskiring zum Sperrgebiet. Auf Passierscheinen wurde es schlicht als „Städtchen“ bezeichnet. Die Villen, einst von Industriellen bewohnt, wurden beschlagnahmt und teilweise enteignet. Ab 1949 übernahm die SED das Areal und wandelte es in ein exklusives Wohngebiet für die DDR-Führung um. Seit 1950 trägt die Straße den Namen des russischen Dichters Wladimir Majakowski – ein symbolischer Akt, der die ideo...

Vom Mauerpark nach Lübars

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Eine Wander- und Radtour durch grüne Stadtkorridore. Berlin hat 20 grüne Hauptwege , auf denen man Wandern, Radfahren oder einfach nur spazieren gehen kann. Das Wege-Netz durch die grünen Korridore der Stadt umfasst mehr als 550 Kilometer, auf denen man weitestgehend vom fließenden Verkehr verschont bleibt und auch den Lärm einer Großstadt nicht mehr als belästigend wahrnimmt. Der Wander-Radweg 4 verläuft in Süd-Nord-Richtung und begleitet dabei zu großen Teilen die S-Bahnlinien 8 und 26 . Die insgesamt knapp 15 Kilometer lange Strecke wird aber geprägt durch sehr viele grüne Abschnitte am Mauerweg entlang. Wir starten die Tour an der Gedenkstätte zum Fluchttunnel an der Schwedter Straße und sind nach der Überquerung der Eberswalder Straße im Mauerpark . Er war ehemals Exerzierplatz, nach dem Mauerbau 1961 gehörte der Abschnitt zum Grenzgebiet und war somit Sperrgebiet. Nach der Wiedervereinigung (1989/1990) nahmen die Berliner das Brachgelände schnell in ihren Besitz und ...