Die „Hafenkastanie“ auf der Fischerinsel
Ein 150 Jahre altes Naturdenkmal erzählt die Geschichte Berlins Die über 150 Jahre alte „Hafenkastanie“ am Historischen Hafen auf der Berliner Fischerinsel ist eines der letzten lebenden Zeugnisse des alten Kölln . Der Baum überstand Industrialisierung , Weltkrieg, Abriss und DDR ‑ Neubau – und steht heute als Naturdenkmal für die bewegte Geschichte der Stadt. Ein Lieblingsplatz mit Geschichte Unter der mächtigen Rosskastanie am Ufer der Spree sitzen heute Paare, Spaziergänger und Familien im Schatten ihres dichten Blattwerks. Von hier aus öffnet sich ein weiter Blick über die Stadt – genau an der Stelle, an der sich die Spree teilt und die Fischerinsel überhaupt erst zur Insel macht. Doch kaum jemand weiß: Dieser Baum ist älter als das Deutsche Kaiserreich. Als die Kastanie um 1870 gepflanzt wurde, wurde Berlin gerade Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Kaiserreichs. Die Stadt explodierte förmlich. Sie erlebte einen Bauboom und die Bevölkerung wuchs extrem schnell, wa...