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Marlene Dietrich – Ikone der „Goldenen Zwanziger“

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Ein Weltstar aus Berlin. Wer in Berlin-Friedenau spazieren geht, kann einer internationalen Künstlerin aus Berlin auf dem Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße seine Aufwartung machen. Denn hier liegt die Ikone der „Goldenen Zwanziger“ Marlene Dietrich in einem bescheidenen Grab beerdigt. Bedeutende Künstlerin des 20. Jahrhunderts Geboren am 27. Dezember 1901 in Berlin-Schöneberg, zählt die Dietrich zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Schauspielerin und Sängerin wurde weltweit berühmt für ihre unverwechselbare Ausstrahlung: lange Beine, eine tief-rauchige Stimme und ihr mutiger Stil, die von ihr populär gemachten Hosenanzüge. Ihre Karriere begann In den 1920er-Jahren auf Berliner Theaterbühnen und in Stummfilmen. Eine Zeit, in der sie sich als moderne, selbstbewusste Frau inszenierte und früh Kultstatus erlangte. Ihren internationalen Durchbruch feierte Dietrich 1930 mit der Hauptrolle in dem Filmklassiker „Der blaue Engel“. Die Zusammenarbeit mit de...

Berliner Originale (4) Heinrich Zille und sein „Milljöh“

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Heinrich Zille gehört zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten Berlins. Als Zeichner, Fotograf, Lithograf und scharfer Beobachter des Berliner Alltags schuf er ein einzigartiges Bild der Hauptstadt um 1900. Sein Werk, geprägt von Humor, sozialer Kritik und tiefem Mitgefühl, macht ihn bis heute zu einem der wichtigsten Chronisten des Berliner Lebens. Wer war Heinrich Zille? Herkunft und frühe Jahre Heinrich Zille wurde am 10. Januar 1858 in Radeburg bei Dresden geboren. Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen, der Vater geriet mehrfach ins Schuldgefängnis. 1867 floh die Familie vor Gläubigern nach Berlin und fand Unterkunft in einer Kellerwohnung in der Kleinen Andreasstraße, unweit des Schlesischen Bahnhofs. Schon als Kind musste Zille zum Lebensunterhalt beitragen: Mit dem Austragen von Milch, Brötchen und Zeitungen sowie als Gepäckträger verdiente er sich ein Zubrot. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Zeichnen. Die Stiche des englischen Künstlers William H...

Die letzte Ruhestätte von Manfred Krug

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Ein stiller Ort der Erinnerung.  Der Südwestkirchhof Stahnsdorf zählt zu den eindrucksvollsten Friedhofsanlagen Deutschlands. Nur wenige Kilometer südwestlich der Berliner Stadtgrenze gelegen, bietet er Besuchern seit seiner Eröffnung im Jahr 1909 einen einzigartigen Ort der Ruhe, Geschichte und Natur. Mit seinen 200 Hektar Fläche ist er nach dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf der zweitgrößte Friedhof des Landes – und für viele der schönste. Ein Friedhof wie ein Waldpark Der Südwestkirchhof ist weit mehr als ein klassischer Friedhof. Durch seinen alten Baumbestand wirkt er wie ein naturnaher Waldpark, in dem sich historische Grabstätten, Skulpturen und kleine Kunstwerke harmonisch in die Landschaft einfügen. Die Wege sind bewusst nicht überall akkurat gepflegt – ein Konzept, das dem Ort seinen besonderen Charme verleiht. Zwischen Bäumen und Sträuchern stößt man immer wieder auf zerbrochene Gedenktafeln, Putten oder kleine Pflastersteine, die an Verstorbene erinnern. Diese Mi...