Posts

Posts mit dem Label "Britz" werden angezeigt.

Eine wiederentdeckte Tradition

Bild
Weinanbau in Berlin – mitten in der Hauptstadt. Berlin ist nicht nur Kulturmetropole, Streetfood-Himmel und Kreativlabor – die Stadt besitzt auch eine überraschend lange Weintradition. Schon im Mittelalter wurde hier Wein angebaut, und heute erlebt der Weinbau in Berlin eine bemerkenswerte Renaissance. Wein in Berlin seit 1237 – eine Geschichte, die kaum jemand kennt Die erste urkundliche Erwähnung des Weinanbaus in Brandenburg stammt aus dem Jahr 1173, in Berlin selbst ist der Weinbau seit 1237 dokumentiert. Im 15. Jahrhundert florierte die Produktion so stark, dass Berliner Wein sogar ins Ausland exportiert wurde. Doch der extrem kalte Winter von 1740 setzte dem Weinbau ein Ende. Bierbrauereien übernahmen die Rolle des städtischen Genusslieferanten – und der Wein geriet in Vergessenheit. Nur Straßennamen wie Weinmeisterhornweg oder Weinbergweg erinnern heute noch an diese Epoche. Die Renaissance: Wein aus Berlin-Britz Seit 2002 wird die Tradition im Neuköllner Ortsteil ...

Es klappern die Mühlen

Bild
Berlin hat noch mehrere historische Windmühlen . Wer hätte das gedacht. In Berlin und im Umland gab es noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts über 150 Windmühlen. Heute im Jahr 2025 sind es im Stadtgebiet nur noch sechs Mühlen, die zwischen Hochhäusern oder in Mischgebieten zu bewundern sind. Zwei weitere Mühlen stehen im Deutschen Technikmuseum und können dort bestaunt werden. Da alle Mühlen unter Denkmalschutz stehen, kann man davon ausgehen, dass noch künftige Generationen erfahren können, warum es diese klobigen Bauten mit drehenden Flügeln gab und noch gibt. Fast alle waren dem Verfall preisgegeben, wenn nicht private Organisationen und Investoren dafür gesorgt hätten, dass sich die Flügel zum Teil noch immer drehen. So erging es auch der ältesten noch erhaltenen Mühle, der Jungfernmühle am Rande der Gropiusstadt im Berliner Ortsteil Buckow . Die Holländermühle stand ursprünglich auf dem Amtsacker in der Nähe des Nauener Tores in Potsdam. 1860 stellte sie nach einhunder...

Schloss Britz - Die Perle des Bezirks

Bild
Ehemaliges Herrenhaus ist jetzt ein Ort kultureller Veranstaltungen. Das Schloss Britz ist das ehemalige Herrenhaus auf dem historischen Rittergut des ehemaligen Dorfes Britz im gleichnamigen Ortsteil von Berlin im Bezirk Neukölln. Es ist heute Sitz der Kulturstiftung Schloss Britz und beherbergt in den originalgetreu rekonstruierten Räumlichkeiten des 19. Jahrhunderts ein Museum für die Wohnkultur der Gründerzeit und bietet Platz für wechselnde Sonderausstellungen, Lesungen und Konzerte. Der rund 300 Jahre alte Gutspark zeichnet sich durch seinen alten Baumbestand und ein verschlungenes Wegenetz von 1890 aus. Das Schloss ist ein geschütztes Kulturgut und wird zu Recht die „Perle des Bezirks“ genannt. Es erhielt seine heutige Gestalt um 1880, als der damalige Besitzer die Fassade im Neorenaissance-Stil erneuern ließ und einen Turm hinzufügte. Seine Blütezeit erlebte Schloss Britz unter Ewald Friedrich Graf von Hertzberg (1725-1795), der das Anwesen zur Hochblüte führte und es ...