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Posts mit dem Label "Baudenkmal" werden angezeigt.

Berliner Brückengeschichte (1) Die Bärenbrücke in Moabit.

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Eine Brückentour über die Spree .  Berlin wird oft als die Stadt der Brücken bezeichnet. Tatsächlich soll die Hauptstadt sogar mehr Brücken besitzen als Venedig. Die genaue Zahl ist umstritten, doch mit ihren zahlreichen Flüssen, Kanälen und Wasserwegen zählt Berlin zu den brückenreichsten Städten Europas. Unsere Tour startet an der Bärenbrücke in Moabit, nahe der S-Bahn-Station Bellevue. Offiziell heißt sie Moabiter Brücke, ihren beliebten Spitznamen verdankt sie jedoch den vier gusseisernen Bärenfiguren , die das Bauwerk schmücken und zu den Wahrzeichen der Brücke geworden sind. Von der Holzbrücke zur Berliner Sehenswürdigkeit Die heutige Brücke wurde nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg originalgetreu wieder aufgebaut. Die Bärenskulpturen, deren bronzene Vorgänger im Krieg eingeschmolzen wurden, wurden 1981 vom Bildhauer Günter Anlauf neu geschaffen. Bereits im Jahr 1821 ließ der Hofzahnarzt Pierre Baillif hier eine private Holzbrücke errichten. Damit Schiffe p...

Berliner Geheimnisse (6) Das Eckfenster des Kaisers.

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Das Eckzimmer des Kaisers am Bebelplatz . Wo Kaiser Wilhelm I. lebte und arbeitete. Wer durch das historische Zentrum Berlins spaziert und über die berühmte Prachtstraße Unter den Linden flaniert, kommt unweigerlich am Alten Palais vorbei. Das beeindruckende Gebäude am Bebelplatz zählt zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Berlin-Mitte und birgt eine spannende Geschichte aus der Zeit der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Das heutige Alte Palais wurde zwischen 1834 und 1837 nach Plänen des Architekten Carl Ferdinand Langhans im klassizistischen Stil errichtet. Ursprünglich diente es als Wohnsitz von Prinz Wilhelm von Preußen, der später als Kaiser Wilhelm I. in die Geschichte einging. Hier lebte er als Prinz, regierte als Kaiser und verstarb schließlich am 9. März 1888. Das berühmte Eckfenster des Kaisers Besonders faszinierend ist ein unscheinbares Detail an der Ecke des Gebäudes: das legendäre Eckfenster im Erdgeschoss. Dahinter befand sich das Arbeitszimmer ...

Berliner Anekdoten.

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Der Bildhauer, der bei einem Reiterstandbild angeblich die Hufe vergaß“. Wenn man vor dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm vor dem Schloss Charlottenburg steht, hört man schon mal einen Berliner sagen: „Na siehste, der Schlüter hat die Hufe vergessen.“ Und genau hier beginnt die schönste Anekdote der Berliner Kunstgeschichte. Am Reiterstandbild des Großen Kurfürsten (1696–1703) sollen die Pferde keine Hufe haben. Dies wurde dem Bildhauer Andreas Schlüter zur Last gelegt. Diese Behauptung ist ein späteres Missverständnis, das sich hartnäckig hält, aber historisch nicht belegbar ist. Vermutlich ist diese falsche Geschichte entstanden, weil die Hufe teilweise verdeckt sind. Die Pferdehufe sind durch die dynamische Pose, die Sockelgestaltung und die barocke Formensprache nicht gut sichtbar. Das führte später zu der Erzählung, Schlüter habe „vergessen“, sie auszuarbeiten. Es gibt keine historische Quelle, die Schlüter vorwirft, er habe ein Pferd „ohne Huf...

Geheimnisvolles Berlin (4)

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Versteckte Orte und ungelöste Rätsel. Das kleine Geheimnis um das Charlottenburger Tor . Wer mit offenen Augen durch die Berliner Bezirke spaziert, der wird hinter prachtvollen Boulevards, historischen Monumenten und alltäglichen Straßennamen Geschichten entdecken, die selbst vielen Berlinern nicht bekannt sind. Eine Stadt voller Mythen und geheimnisvoller Orte. Rätsel, die zeigen, wie überraschend Berlin sein kann. Nicht nur das Brandenburger Tor birgt ein Geheimnis mit dem versteckten Raum unter der Quadriga , auch am Charlottenburger Tor am Landwehrkanal versteckt sich ein Detail, dass nicht allen bekannt ist. Das Charlottenburger Tor ist ein neobarockes Schmuckbauwerk, das 1907/1908 errichtet wurde und heute als Baudenkmal die Grenze zwischen den Berliner Ortsteilen Charlottenburg und Tiergarten bildet. Sophie Charlotte präsentiert ein falsches Schloss Wer auf der Straße des 17. Juni Richtung Ernst-Reuter-Platz durch das Tor schreitet, der wird die prächtigen Standbil...

Ein einzigartiges Relikt aus dem Mittelalter.

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Berlins älteste Toilette auf der Fischerinsel . Mitten in Berlin, nur wenige Schritte von der Mühlendammbrücke am Molkenmarkt entfernt, befindet sich ein außergewöhnliches Stück Stadtgeschichte. Berlins älteste erhaltene Toilette . Die mittelalterliche Latrine aus dem 14. Jahrhundert wurde 2016 bei archäologischen Untersuchungen entdeckt, als auf der Fischerinsel der Bau von 210 Mietwohnungen vorbereitet wurde. Sie gilt heute als eines der spannendsten archäologischen Zeugnisse der frühen Stadt Cölln . In fünf Metern Tiefe stießen Archäologen auf einen quadratischen Schacht aus großformatigen Ziegelsteinen – ungewöhnlich hochwertig für die Zeit. Ein archäologischer Fund aus dem 14. Jahrhundert Das deutet darauf hin, dass hier wohlhabende Bewohner lebten, die sich eine dauerhafte, gemauerte Abfall- und Fäkaliengrube leisten konnten. Die Grube wurde regelmäßig geleert und diente als zentrale Abfallstelle – ein wertvoller Einblick in das Alltagsleben der damaligen Bevölkerung...

Berliner Brückengeschichten (5)

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Ein Spaziergang entlang der Spree durch Berlins Mitte. Berlin ist eine Stadt der Brücken. Mit weit über tausend Bauwerken, die Flüsse, Kanäle und Straßen überspannen, besitzt die Hauptstadt mehr Brücken als Venedig. Wie viele es tatsächlich sind, darüber streiten Statistiker bis heute. Sicher ist jedoch: Jede einzelne Brücke erzählt ein Stück Berliner Geschichte. Dieser fünfte und letzte Teil der Stadtführung „Berliner Brückengeschichten“ führt entlang der Spree durch Berlin-Mitte – vorbei an historischen Bauwerken, politischen Schauplätzen und architektonischen Highlights. Ein Spaziergang, der zeigt, wie eng die Brücken Berlins mit der Geschichte der Stadt verwoben sind. Startpunkt: Weidendammer Brücke – eine der schönsten Brücken Berlins Nur 150 Meter hinter dem „ Tränenpalst “ am Bahnhof Friedrichstraße , erreicht man die Weidendammer Brücke, berühmt für ihren markanten Brückenschmuck und ihre lange Geschichte. Der heutige Bau von 1896 steht unter Denkmalschutz, doch sei...

Geheimnisvolles Berlin (3)

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Versteckte Orte und ungelöste Rätsel der Hauptstadt. Berlin steckt voller Geschichten, die im Schatten der großen Sehenswürdigkeiten oft übersehen werden. Zwischen Seen, Villenkolonien und alten Industriearealen finden sich Orte, die selbst langjährige Berliner überraschen. Zwei dieser geheimnisvollen Schauplätze – ein farbiges Mosaik aus Trümmern am Tegeler See und ein wandernder Löwe am Wannsee – zeigen, wie vielschichtig die Hauptstadt wirklich ist. Der geheimnisvolle Betonbogen am Tegeler See und d er Flensburger Löwe am Wannsee Am Ende der Greenwichpromenade, nahe dem Kanonenplatz in Tegel, erhebt sich ein neun Meter hoher Stahlbetonbogen über den Borsigdamm. Viele Spaziergänger nehmen ihn kaum bewusst wahr – doch seine Geschichte ist außergewöhnlich. Was macht den Bogen so besonders? Geschaffen wurde der Schmuckbogen vom Bildhauer Gerhard Schultze-Seehof, der einzigartige Mosaike verwendete: Die farbigen Wassersport- und Fischmotive bestehen aus Trümmerschutt – Kerami...

Geheimnisvolles Berlin (2)

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Skurrile Geschichten, versteckte Orte und ungelöste Rätsel der Hauptstadt Berlin ist eine Stadt voller Mythen, kurioser Anekdoten und geheimnisvoller Orte. Hinter prachtvollen Boulevards, historischen Monumenten und alltäglichen Straßennamen verbergen sich Geschichten, die selbst viele Berliner nicht kennen. Der geheime Raum im Brandenburger Tor – Die verborgene Soldatenkammer Das Brandenburger Tor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Europas. Doch kaum jemand weiß, dass sich im Inneren ein großer, fensterloser Raum verbirgt: die sogenannte Soldatenkammer. Wo sich der Eingang versteckt Man muss lange suchen, um den Eingang zum geheimen Raum im Brandenburger Tor zu finden. Wer vom Pariser Platz auf die Quadriga blickt, erkennt rechts an der Seite eine schmale Treppe. Sie führt zu einem unscheinbaren Eingang, der in den geheimen Raum führt. Der Hohlraum erstreckt sich über die gesamte Länge des Tores, umfasst rund 250 Quadratmeter und besitzt keine Fenster – ein abgeschottete...

Den Politikern „aufs Dach steigen“

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Die Reichstagskuppel verbindet Geschichte und Moderne. Die Glaskuppel auf dem Reichstagsgebäude ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Sie verbindet moderne Architektur mit politischer Symbolik und zieht jährlich Millionen Besucher an. Entworfen wurde die Kuppel vom britischen Architekten Sir Norman Foster , der mit seinem Konzept die Idee von Transparenz und Bürgernähe in der Demokratie sichtbar machen wollte. Die Kuppel besteht aus etwa 3.000 Glasplatten und erhebt sich rund 23 Meter über dem Dach des Reichstags und misst etwa 40 Meter im Durchmesser. Ihr Inneres wird von einem imposanten Spiegelkonus geprägt, der Tageslicht in den Plenarsaal lenkt und zugleich die Luftzirkulation unterstützt. Damit ist die Konstruktion nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern auch ein Beispiel für nachhaltige Architektur . Ein beweglicher Sonnenschutz verhindert Blendung und sorgt für angenehme Temperaturen. 360-Grad-Blick über Berlin und direkte Sicht in den Plenarsa...

Kaffeetrinken im „schönsten Sudhaus Europas“

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Zeitgenössische Kunst in historischen Gebäuden . Berlin-Neukölln I. Auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei in Berlin-Neukölln lässt sich eine Zeitreise zurück in die 1930-Jahre machen. Das ehemalige Brauereigelände sieht nach der Stilllegung der Brauerei im Jahr 2005 so aus, als würden hier Bauarbeiter gerade Urlaub machen. Einiges haben sie weggerissen, einiges muss noch weggeräumt werden, einiges muss noch saniert werden. Hier im Rollbergviertel , zwischen der Karl-Marx-Straße und der Hermannstraße wurde zwischen 1926 und 1930 eine moderne Brauerei erbaut. Jedenfalls für damalige Verhältnisse. Bauherr war die Berliner Kindl-Brauerei AG. Die Brauereigeschichte in Neukölln begann aber schon früher. Im Jahr 1872 schloss sich eine Gruppe Gastwirte aus dem damalige Rixdorf zusammen, um auf dem Rollberg vor den Toren Berlins, eine moderne Braustätte zu errichten. Die Rixdorfer Gastwirte wollten nicht länger die brutale Preispolitik der damaligen Brauereien hinnehmen, w...

Schloss Schönhausen. Der Sommersitz der Königin Elisabeth Christine.

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Zunächst Landsitz bedeutender preußischer Adelsfamilien, wurde das Gut Schönhausen 1740 Sommersitz der Königin Elisabeth Christine , der Gemahlin Friedrichs des Großen . Nach der Thronbesteigung schenkte er ihr Schönhausen als Sommerschloss. Sie machte das Schloss zu einem Juwel des Rokokos . Während des Siebenjährigen Krieges verwüsteten russische Truppen das Schloss völlig. 1764 gewährte der König die Mittel, das Schloss zu seiner heutigen Gestalt umzubauen. Die beiden Seitenflügel wurden auf die Höhe des Hauptbaus gebracht und der Hof mit einem großzügigen Treppenhaus überbaut. Nach dem Ende der Monarchie in Preußen und im Deutschen Reich ging Schloss Schönhausen 1920 in den Besitz des preußischen Staates über. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das Schloss ab 1935 zu einem Ausstellungsgebäude umgebaut und radikal modernisiert. Zunehmend diente Schönhausen auch für die Einlagerung von sogenannter entarteter Kunst durch die Reichskunstkammer. Erst nach dem Zweiten Welt...

Es klappern die Mühlen

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Berlin hat noch mehrere historische Windmühlen . Wer hätte das gedacht. In Berlin und im Umland gab es noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts über 150 Windmühlen. Heute im Jahr 2025 sind es im Stadtgebiet nur noch sechs Mühlen, die zwischen Hochhäusern oder in Mischgebieten zu bewundern sind. Zwei weitere Mühlen stehen im Deutschen Technikmuseum und können dort bestaunt werden. Da alle Mühlen unter Denkmalschutz stehen, kann man davon ausgehen, dass noch künftige Generationen erfahren können, warum es diese klobigen Bauten mit drehenden Flügeln gab und noch gibt. Fast alle waren dem Verfall preisgegeben, wenn nicht private Organisationen und Investoren dafür gesorgt hätten, dass sich die Flügel zum Teil noch immer drehen. So erging es auch der ältesten noch erhaltenen Mühle, der Jungfernmühle am Rande der Gropiusstadt im Berliner Ortsteil Buckow . Die Holländermühle stand ursprünglich auf dem Amtsacker in der Nähe des Nauener Tores in Potsdam. 1860 stellte sie nach einhunder...