Der Teufelssee in Berlin-Köpenick

Naturlehrpfad, Sagen & Ausblicke über die Müggelberge.
Ein eiszeitliches Naturwunder nur wenige Kilometer vom Berliner Zentrum entfernt

Der Teufelssee in Berlin-Köpenick gehört zu den geheimnisvollsten und zugleich schönsten Naturorten der Hauptstadt. Eingebettet in die Köpenicker Bürgerheide und am Fuße des Kleinen Müggelbergs gelegen, führt ein gut ausgeschilderter Naturlehrpfad einmal rund um das eiszeitliche Moor – ein perfektes Ausflugsziel für Naturfans, Familien und Berlin-Besucher.

Ein Relikt aus der Eiszeit


Der flache, nährstoffreiche Teufelssee ist ein Hochmoor, das während der letzten Eiszeit entstand. Schmelzwasser strudelte eine Senke aus, in der sich über Jahrtausende ein einzigartiger Lebensraum entwickelte. Heute gehört das Gebiet zum FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) – ein Rückzugsort für seltene Pflanzen und Tiere.

Startpunkt: Das Portal zur Bürgerheide

Der Rundweg beginnt am sogenannten Portal, dem Eingang in das Waldgebiet. Nach wenigen Minuten passiert man einen Waldspielplatz, bevor der Weg direkt zum Teufelssee führt. Bereits hier spürt man die Ruhe des Waldes, die den Großstadtlärm vollständig ausblendet.

Naturlehrpfad rund um den Teufelssee


Der 3 Kilometer lange Rundweg führt über Holzbohlenwege durch das Moor – ideal, da der Untergrund oft morastig ist. Unterwegs begegnet man seltenen Pflanzen wie den Teichrosen, dem Wasserschierling und dem Sonnentau, einer fleischfressenden Moorpflanze.

Die reine Gehzeit beträgt etwa eine Stunde, doch wer die Natur genießen möchte, Vögel beobachtet oder fotografiert, bleibt leicht zwei Stunden oder länger.

Sagen & Legenden rund um den Teufelssee

Der Name des Sees ist kein Zufall: Um das Gewässer ranken sich zahlreiche Geschichten.

Einer Sage nach soll hier einst ein Teufelsaltar gestanden haben. Eine andere erzählt vom Prinzessinnenstein, der die Stelle markierte, an der ein prächtiges Schloss versank – mitsamt der verwunschenen Prinzessin, die es bewohnte.

Diese Mythen verleihen dem Ort eine geheimnisvolle Atmosphäre, die besonders bei Nebel oder in den frühen Morgenstunden spürbar wird. 

Aufstieg zum Müggelturm – Berlins schönster Rundumblick


Etwa 150 Meter hinter dem See zweigt rechts eine Treppe ab. Sie führt hinauf zum Kleinen Müggelberg (88 Meter), auf dessen Gipfel der Müggelturm steht.

Von der rund 30 Meter hohen Aussichtsplattform eröffnet sich ein spektakulärer Blick über den Müggelsee, die Müggelberge, den Langen See und die weiten Wälder Köpenicks.

Ein Highlight für alle, die Berlin einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchten.

🚌Anfahrt & Tipps für Besucher

Parken: Am Parkplatz Rübezahl am Müggelheimer Damm, ÖPNV: Bus X69 bis „Rübezahl“

Der Weg zum See: 

🚶🏻‍♀️Vom Parkplatz der der Bushaltestelle führt ein kurzer Spaziergang direkt zum Teufelssee und ins Teufelsseemoor.

Beste Besuchszeit: 

Frühling bis Herbst – im Sommer besonders schön wegen der Vogelwelt und der blühenden Moorpflanzen.

Ein Naturparadies für Berliner & Touristen


Der Teufelssee ist einer der magischsten Orte Berlins – ein Stück unberührte Natur, das Geschichte, Sagen und Landschaftsromantik vereint. Ob als Familienausflug, Fotospot, Wanderziel oder Ruheort: Der Naturlehrpfad rund um den Teufelssee ist ein Erlebnis, das man in Berlin nicht verpassen sollte. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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