Berliner Geschichte im Flughafen Tower Tempelhof
Dem Himmel ein Stück näher
Wir schreiben das Jahr 2008, als der letzte Linienflug vom
Flughafen Berlin-Tempelhof nach Mannheim stattfand. Nachdem sich am 30. Oktober
um 21.55 Uhr eine Maschine vom Typ Dornier 328 der Cirrus Airlines mit 31
Personen vom Rollfeld in den Berliner Himmel verabschiedet hatte, war der Flughafen
mit einer langen Tradition Geschichte.
Das Gebäude ist einzigartig und weltweit der einzige
Flughafen, in dem die Hangars mit den Abfertigungs- und Verwaltungsräumen in
einem Gebäude zusammengeführt wurden. Die bauliche Anlage besteht aus einer
Abfolge symmetrischer Bauteile. Zwei Bürotrakte flankieren den Ehrenhof, die
Empfangs- und Abfertigungshalle, sowie Transitbereiche und den 1230 Meter
langen Bogen der Hangars, der in seiner besonderen langgestreckten monumentalen
Architektur noch aus dem Weltraum zu erkennen ist.
Nach den dunklen Jahren unter nationalsozialistischer
Herrschaft war Tempelhof nach dem Zweiten Weltkrieg für einige Jahre
Deutschlands größter Flughafen und im geteilten Deutschland das Tor
West-Berlins zur Welt.
1975, im Jahr nach dem Bau des Flughafens Tegel, wurde der
Betrieb in Tempelhof eingestellt.
Seit seiner Schließung ist es um die ehemalige Drehscheibe
für den internationalen Flugverkehr still geworden. Die riesigen Hallen wurden zunehmend für
Messen und andere Großveranstaltungen genutzt.
In einer Ausstellung „Dein Stück Berliner Himmel“ wird an
die 100jährige Geschichte des Flughafens erinnert.
Der THF Tower ist eines der ersten barrierefrei sanierten
Gebäudeteile des Flughafens, der den Besuchern ein beeindruckendes Erlebnis und
einen unvergleichlichen Blick über Berlin bietet.
Die Sommeröffnungszeiten sind von Mi-Do 11:00 - 18:00 Uhr, Fr-So
12:00 - 19:30 Uhr.
Anfahrt: Mit der U6
(U-Bahnhof Paradestr.) gelangt man direkt zum Eingang des Towers. Vom U-
Bahnhof Platz der Luftbrücke sind es 10 Gehminuten und vom S+U Bahnhof
Tempelhof 8 Minuten zu Fuß.
Parken: Vor Ort stehen zwei Parkplätze für Menschen mit
Beeinträchtigung (entsprechender Parkausweis nötig) zur Verfügung. Text und
Fotos: Klaus Tolkmitt
So geht es zum Tempelhofer Feld
In eigener Sache: * Sollte ich auf dieser Tour gewerbliche Einrichtungen empfehlen, dann nur weil ich sie gut finde und nicht, weil ich dafür Geld erhalte oder andere Vorteile hätte.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen