Martin Luther King predigte in der Sophienkirche
Kirche war ein Ort des Widerstands
Nach Plänen des Baumeisters Philipp Gerlach wurde 1713 die
Sophienkirche als evangelisches Gotteshaus in der Spandauer Vorstadt des
Berliner Ortsteils Mitte erbaut. Die Grundsteinlegung für den Saalbau der vormals
„Spandauischen Kirche“ fiel noch in die Regierungszeit König Friedrichs I. von
Preußen. Erst unter König Friedrich II wurde sie nach Sophie Luise von
Mecklenburg-Schwerin benannt und heißt seitdem „Sophienkirche“.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Pfarrkirche
mehrmals umgestaltet. Der 70 Meter hohe barocke Turm entstand 1732 auf
Veranlassung König Friedrich Wilhelms. Als Vorbild diente der Schlüter’sche
Münzturm des Stadtschlosses.
Während der DDR-Zeit war die Kirche ein Ort des Widerstands.
Prominenten Besuch erhielt die Pfarrgemeinde im September 1964, als der US-amerikanische
Menschenrechtler und Baptistenprediger Martin Luther King bei einem Besuch in
West-Berlin darauf bestand, auch im Ostteil der Stadt eine Predigt halten zu
wollen. „Auf beiden Seiten der Mauer
leben Gottes Kinder, und keine durch Menschenhand gemachte Grenze kann diese
Tatsache auslöschen,“ so der Bürgerrechtler, in seiner Andacht. Text und Fotos:
Klaus Tolkmitt
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